Antioxidantien sind chemische Verbindungen die eine sogenannte Oxidation anderer Verbindungen gezielt verhindern. Bei einer Oxidation handelt es sich meist um eine Reaktion mit Sauerstoff, grundsätzlich handelt es sich aber um eine Abgabe von Elektronen. Die bekannteste Oxidation ist die Reaktion von Eisen mit Sauerstoff und das damit verbundene Endprodukt Eisenoxid, also Rost. Auch das bräunliche Verfärben eines angeschnittenen Apfels ist eine Oxidation. Im weitesten Sinne handelt es sich also bei einem Rostschutz um ein Antioxidans.
 
Die gleichen Vorgänge der Elektronenabgabe bzw. Reaktion mit Sauerstoff finden auch im Körper statt. Die Zellalterung sowie eine Reihe von Krankheiten werden damit in Zusammenhang gebracht. So gibt es heute eine Vielzahl von Nahrungsergänzungsmitteln, die Antioxidantien enthalten, wie z.B. Grapefruitkernextrakte.
 
Der Körper selbst verfügt auch über eigene Antioxidantien. Viele nehmen wir auch mit unserer Nahrung auf (z.B. Vitamin C, Vitamin E).
 
Grundsätzlich spricht also in erster Linie nichts gegen Antioxidantien.
 
Wäre da nicht die Industrie, die sich diese antioxidative Wirkung ebenso zunutze macht, indem sie z.B. dem Trockenfutter Antioxidantien beimischt, um zu verhindern dass das darin enthaltene Fett ranzig wird. Hier steht also nicht die gesundheitsfördernde Wirkung im Vordergrund, sondern eher wirtschaftliche Interessen. Zudem wird der Großteil dieser Antioxidantien synthetisch hergestellt, wie etwa Propylgallat, Butylhydroxytoluol (BHT) oder Butylhydroxyanisol (BHA). Es gibt zwar gesetzliche Grenzwerte für solche Stoffe, also eine Maximalmenge die zugesetzt werden darf, gesundheitsfördernd sind diese Stoffe allemal aber eben NICHT. Die Industrie weiss aber natürlich zu gut um die positive Auffassung des Wortes Antioxidans und setzt dies teilweise auch werbewirksam ein.
 
Dass Propylgallat bei Berührung mit der Haut Allergien hervorrufen kann und BHT und BHA in Tierversuchen Magen- oder Leberkrebs hervorrufen können, wird leider nicht in der Werbung ausgeschlachtet.
 
Besonders interessant wird es, wenn geworben wird: „Ohne Zusatz von Konservierungsstoffen.“ Man dann aber feststellen muss, dass eben trotzdem synthetische Antioxidantien enthalten sind. Per Gesetz ist diese Aussage leider richtig. Perfide ist die Gesetzgebung auch in der Hinsicht, dass bei Packungsgrößen unterhalb 10kg die Deklaration „EU-Zusatzstoffe“ ausreicht. Erst bei Packungsgrößen oberhalb 10kg müssen die Stoffe in der Deklaration auftauchen. Es gibt zwar Hersteller, die grundsätzlich alles deklarieren, aber es gibt auch jene, die sich genau an das Gesetz halten. Ganz schlimm ist es, wenn Hersteller selbst bei Großgebinden ihrer Deklarationspflicht nicht nachkommen.
 
Ob Antioxidantien gesund ist, können Sie nun für sich und Ihr Tier selbst entscheiden.